Bauvorhaben in Lünen scheitern selten am sichtbaren Teil. Das Problem liegt im Untergrund – genauer: in der Plastizität der Lippetalaue. Wer einen bindigen Boden nur nach der Körnung beurteilt und die Atterberg-Grenzen ignoriert, riskiert Setzungen, die erst Jahre später sichtbar werden. Die Fließgrenze zeigt, ab welchem Wassergehalt der Boden seine Standfestigkeit verliert. Die Ausrollgrenze markiert den Übergang zum halbfesten Zustand. Beide Werte zusammen definieren die Plastizitätszahl – ein entscheidender Kennwert für jede Gründung in Lünen. Unser Labor bestimmt die Atterberg-Grenzen nach DIN EN ISO 17892-12 und liefert belastbare Zahlen für das Baugrundgutachten. Ergänzend zur Laboranalyse bietet sich bei heterogenen Aueböden eine Schürfgrube an, um den Schichtenaufbau vor Ort zu dokumentieren.
Die Plastizitätszahl Ip trennt in Lünen den tragfähigen Geschiebelehm vom setzungsempfindlichen Auelehm – ein Zahlenwert, der über Gründungstiefe und Bauweise entscheidet.
Technische Details zur Leistung in Lünen

Lokale geotechnische Bedingungen in Lünen
Bei einer Baugrunduntersuchung am Datteln-Hamm-Kanal standen wir vor einem scheinbar tragfähigen Schluffboden. Der erste Eindruck täuschte. Die Atterberg-Grenzen ergaben eine Fließgrenze von 48 % und eine Plastizitätszahl von 22 %. Der Boden war bei natürlichem Wassergehalt nur steif – aber bereits geringe Niederschläge während der Bauphase hätten ihn in einen weichen Zustand versetzt. Das hätte für die geplante Streifenfundamentgründung bedeutet: ungleichmäßige Setzungen, Risse im Mauerwerk, Verzug im Bauzeitenplan. Der Baugrundgutachter stufte den Boden daraufhin als UM nach DIN 18196 ein und empfahl einen Bodenaustausch. Ohne die Bestimmung der Atterberg-Grenzen wäre dieser Fehler unentdeckt geblieben. In den Auebereichen Lünens ist diese Konstellation eher Regel als Ausnahme.
Unsere Leistungen
Die Atterberg-Grenzen sind Teil unserer bodenmechanischen Laboruntersuchungen. Wir begleiten Projekte in Lünen von der Probenahme bis zur Kennwerttabelle.
Laborbestimmung der Konsistenzgrenzen
Normgerechte Ermittlung von Fließ- und Ausrollgrenze an bindigen und gemischtkörnigen Böden. Inklusive Berechnung der Plastizitäts- und Konsistenzzahl sowie Einstufung in die Bodengruppe nach DIN 18196. Ausgabe als prüffähiger Laborbericht.
Probenahme und Transport
Entnahme gestörter Bodenproben aus Schürfgruben, Bohrungen oder Sondierungen im Raum Lünen. Sachgerechte Verpackung in luftdichten Behältern und Transport ins Labor innerhalb von 24 Stunden.
Gängige Fragen
Was kosten Atterberg-Grenzen im Labor?
Die Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze liegt in Lünen üblicherweise zwischen 60 und 100 Euro pro Probe. Der Preis variiert je nach Probenanzahl und ob die Probenaufbereitung bereits erfolgt ist. Wir erstellen ein transparentes Angebot auf Basis Ihres Probenumfangs.
Wann sind die Atterberg-Grenzen erforderlich?
Immer dann, wenn bindige oder gemischtkörnige Böden nach DIN 18196 klassifiziert werden müssen. Das Baugrundgutachten verlangt die Konsistenzgrenzen für die Zustandsbeschreibung und die Ableitung von Bemessungswerten. Ohne sie ist keine belastbare Gründungsempfehlung möglich.
Wie werden die Proben ins Labor gebracht?
Gestörte Proben aus Lünen und Umgebung transportieren wir in luftdicht verschlossenen Behältern. Entscheidend ist, dass der natürliche Wassergehalt erhalten bleibt. Die Prüfung startet spätestens 24 Stunden nach Probeneingang. Bei empfindlichen Böden organisieren wir den Transport noch am Tag der Entnahme.