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Lünen, Germany

Atterberg-Grenzen in Lünen: Plastizität und Tragfähigkeit korrekt einstufen

Bauvorhaben in Lünen scheitern selten am sichtbaren Teil. Das Problem liegt im Untergrund – genauer: in der Plastizität der Lippetalaue. Wer einen bindigen Boden nur nach der Körnung beurteilt und die Atterberg-Grenzen ignoriert, riskiert Setzungen, die erst Jahre später sichtbar werden. Die Fließgrenze zeigt, ab welchem Wassergehalt der Boden seine Standfestigkeit verliert. Die Ausrollgrenze markiert den Übergang zum halbfesten Zustand. Beide Werte zusammen definieren die Plastizitätszahl – ein entscheidender Kennwert für jede Gründung in Lünen. Unser Labor bestimmt die Atterberg-Grenzen nach DIN EN ISO 17892-12 und liefert belastbare Zahlen für das Baugrundgutachten. Ergänzend zur Laboranalyse bietet sich bei heterogenen Aueböden eine Schürfgrube an, um den Schichtenaufbau vor Ort zu dokumentieren.

Die Plastizitätszahl Ip trennt in Lünen den tragfähigen Geschiebelehm vom setzungsempfindlichen Auelehm – ein Zahlenwert, der über Gründungstiefe und Bauweise entscheidet.

Technische Details zur Leistung in Lünen

Die Böden im Norden Lünens, nahe der Lippe, unterscheiden sich massiv von den Geschiebelehmen der südlichen Höhenlagen. In Flussnähe dominieren Auelehme mit hohem Schluffanteil und ausgeprägter Plastizität – die Atterberg-Grenzen schwanken hier stark, abhängig vom Tongehalt und der organischen Beimengung. Im Stadtgebiet selbst trifft man auf Lösslehmdecken, die bei Wasserzutritt plötzlich ihre Konsistenz ändern. Die DIN 18196 fordert für jede Bodengruppe eine eindeutige Klassifikation. Genau dafür sind Fließ- und Ausrollgrenze unverzichtbar. Sie liefern die Basis für die Zustandsbeschreibung – breiig, weich, steif, halbfest. Unsere Auswertung berücksichtigt auch den Wassergehalt der Proben. Für die vollständige bodenmechanische Kennwertbestimmung kombinieren wir die Ergebnisse mit der Korngrößenanalyse, um die Bodengruppe nach DIN 18196 zweifelsfrei festzulegen.
Atterberg-Grenzen in Lünen: Plastizität und Tragfähigkeit korrekt einstufen
Atterberg-Grenzen in Lünen: Plastizität und Tragfähigkeit korrekt einstufen
ParameterTypischer Wert
Fließgrenze wLBestimmung nach DIN EN ISO 17892-12 mit Casagrande-Gerät
Ausrollgrenze wPHandrollmethode auf Glasplatte, 3 mm Röllchendurchmesser
Plastizitätszahl IpBerechnet: wL - wP
Konsistenzzahl IcAbgeleitet aus natürlichem Wassergehalt und Ip
ProbenvorbereitungNasssiebung < 0,4 mm, Trocknung bei 60 °C
Prüfdauer2–3 Werktage nach Probeneingang
Normative GrundlageDIN 18196 (Bodenklassifikation), DIN EN ISO 17892-12

Lokale geotechnische Bedingungen in Lünen

Bei einer Baugrunduntersuchung am Datteln-Hamm-Kanal standen wir vor einem scheinbar tragfähigen Schluffboden. Der erste Eindruck täuschte. Die Atterberg-Grenzen ergaben eine Fließgrenze von 48 % und eine Plastizitätszahl von 22 %. Der Boden war bei natürlichem Wassergehalt nur steif – aber bereits geringe Niederschläge während der Bauphase hätten ihn in einen weichen Zustand versetzt. Das hätte für die geplante Streifenfundamentgründung bedeutet: ungleichmäßige Setzungen, Risse im Mauerwerk, Verzug im Bauzeitenplan. Der Baugrundgutachter stufte den Boden daraufhin als UM nach DIN 18196 ein und empfahl einen Bodenaustausch. Ohne die Bestimmung der Atterberg-Grenzen wäre dieser Fehler unentdeckt geblieben. In den Auebereichen Lünens ist diese Konstellation eher Regel als Ausnahme.

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Anwendbare Normen: DIN EN ISO 17892-12:2018-10 (Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze), DIN 18196:2011-05 (Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke), DIN 4022-1:1987-09 (Benennen und Beschreiben von Boden und Fels)

Unsere Leistungen

Die Atterberg-Grenzen sind Teil unserer bodenmechanischen Laboruntersuchungen. Wir begleiten Projekte in Lünen von der Probenahme bis zur Kennwerttabelle.

Laborbestimmung der Konsistenzgrenzen

Normgerechte Ermittlung von Fließ- und Ausrollgrenze an bindigen und gemischtkörnigen Böden. Inklusive Berechnung der Plastizitäts- und Konsistenzzahl sowie Einstufung in die Bodengruppe nach DIN 18196. Ausgabe als prüffähiger Laborbericht.

Probenahme und Transport

Entnahme gestörter Bodenproben aus Schürfgruben, Bohrungen oder Sondierungen im Raum Lünen. Sachgerechte Verpackung in luftdichten Behältern und Transport ins Labor innerhalb von 24 Stunden.

Gängige Fragen

Was kosten Atterberg-Grenzen im Labor?

Die Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze liegt in Lünen üblicherweise zwischen 60 und 100 Euro pro Probe. Der Preis variiert je nach Probenanzahl und ob die Probenaufbereitung bereits erfolgt ist. Wir erstellen ein transparentes Angebot auf Basis Ihres Probenumfangs.

Wann sind die Atterberg-Grenzen erforderlich?

Immer dann, wenn bindige oder gemischtkörnige Böden nach DIN 18196 klassifiziert werden müssen. Das Baugrundgutachten verlangt die Konsistenzgrenzen für die Zustandsbeschreibung und die Ableitung von Bemessungswerten. Ohne sie ist keine belastbare Gründungsempfehlung möglich.

Wie werden die Proben ins Labor gebracht?

Gestörte Proben aus Lünen und Umgebung transportieren wir in luftdicht verschlossenen Behältern. Entscheidend ist, dass der natürliche Wassergehalt erhalten bleibt. Die Prüfung startet spätestens 24 Stunden nach Probeneingang. Bei empfindlichen Böden organisieren wir den Transport noch am Tag der Entnahme.

Abdeckung in Lünen